Lösungen brauchen keine Probleme

Der lösungsorientierte Ansatz der amerikanischen Forschergruppe um Steve de Shazer ist ein schnellwirksames und nachhaltiges Instrument in Veränderungsprozessen.

Ein Denken in Problemen produziert aus systemtheoretischer Sicht neue Probleme. Lösungen sind immer bereits vorhanden und können sofort umgesetzt werden. 

Das Prinzip der Trennung von Problem und Lösung negiert den klassischen Beratungsansatz: Weder die Probleme, noch die Ursachen müssen bekannt sein. Statt Interpretationen, Spekulationen oder Beschreibungen, konzentriert der Coach die Aufmerksamkeit auf die Re-Konstruktion von Lösungen, die er selbst nicht kennen oder verstehen muss.

Was funktioniert, entsteht aus dem vorhandenen Lösungsraum des Klienten und ist dort bereits in Ansätzen vorhanden. Die Bewusstmachung der Selbstwirksamkeit (self-efficacy, Bandura) motiviert den Klienten, seine Fähigkeiten auf neue Situationen zu übertragen und sich diesen aktiv zu stellen.